Spielbericht Pforzheim Wilddogs 2 vs. Kuchen Mammuts – 34:20

Mammuts unterliegen nach hartem Kampf in Pforzheim
In einer Partie, die von personellen Engpässen geprägt war, mussten sich die Kuchen Mammuts am Sonntag den Pforzheim Wilddogs 2 mit 20:34 geschlagen geben. Trotz einer stark dezimierten Offensive Line und frühen Rückschlägen bewies das Team Moral, verpasste es aber am Ende das Spiel noch zu drehen.
Die Vorzeichen für das Gastspiel in der Goldstadt standne unter keinem guten Stern. Mit nur einem etatmäßigen Offensive Liner im Kader mussten die Mammuts improvisieren. So stand ein Center auf dem Feld, der erst zwei Tage zuvor seine ersten Snaps im Training absolviert hatte. Der Beginn des Spiels spiegelte diesen fehlenden Übungsgrad wider. Nach einem verlorenen Münzwurf startete die Offense und kassierte prompt einen Safety, nachdem der Ball über den Quarterback hinweg gesegelt war. Pforzheim nutzte das Momentum und erhöhte nach einem starken Kick-off-Return mit kurzem Drive per Field Goal auf 9:0. Ein Touchdown verhinderte die Kuchener Defense mit Ihrer Standhaftigkeit in der Redzone. Auch die Offense der Mammuts zeigte Nehmerqualitäten und formierten sich neu. Quarterback Niklas Hofmann bediente Chris Haldenwanger, der mit einem spektakulären 80-Yard Lauf den Anschluss zum 7:9 herstellte. Kurz darauf schien die Wende greifbar, als man den Ball an der gegnerischen 7-Yard-Linie zurückeroberte. Doch auch die Pforzheimer Verteidigung war wachsam und drei unvollständige Pässe und ein knapp verschossenes Field Goal verhinderten die Kuchener Führung. Bis zur Halbzeit blieb das Spiel turbulent: Ein Sack in der eigenen Endzone bescherte Kuchen den zweiten Safety des Tages, doch erneut schlugen die Urzeitelefanten zurück. Alexander Ebert tankte sich mit einem starken 52-Yard-Lauf durch die gegnerischen Reihen zum Touchdown durch und hielt die Mammuts damit zur Pause mit 14:18 im Spiel. Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Muster fort. Probleme beim Snap sorgten immer wieder für Raumverlust, doch die Kombination Hofmann auf Haldenwanger funktionierte erneut perfekt. Ein präziser Pass führte zum 20:21. Da der anschließende Extrapunkt geblockt wurde, blieb der knappe Rückstand bestehen. Im letzten Viertel machte sich nun der kleine Kader der Gäste bemerkbar. Während die neu formierte O-Line zwar diszipliniert spielte und kaum Flaggen verursachte, nutzte Pforzheim die fehlende Erfahrung mit gezielten Blitzen aus. Auch die Defense, die lange Zeit stabil stand, fand gegen das Laufspiel der Wilddogs zunehmend weniger Mittel. In der Schlussphase ließen nun auch die Konzentration und die mentale Disziplin nach, als man sich zu sehr mit Schiedsrichterentscheidungen beschäftigte. Pforzheim nutzte diese Schwächephase eiskalt aus, drang zweimal in die Kuchener Endzone ein und markierte damit den Endstand zum 34:20. Damit bleibt nur der Blick nach vorne: Wunden lecken und neu fokussieren „Mit einer kompletten Line und ein paar Auswechselspielern mehr hätten wir hier als Sieger vom Platz gehen müssen“, resümierte das Headcoach-Team nach der Partie. „Neben der fehlenden Abstimmung haben wir uns das Leben durch kleine Fehler oft selbst schwer gemacht.“ Die Mammuts haben nun sechs Wochen Zeit, um die Verletzungen auszukurieren und die Reihen zu schließen. Die Marschroute für den Rest der Saison ist klar: Der Blick geht weiter nach vorne. Mit Siegen gegen Bruchsal und Esslingen kann man weiter den Anschluss nach oben halten. Der Fokus liegt nun auf der Regeneration, damit man im nächsten Heimspiel wieder mit voller Stärke angreifen kann.