Spielbericht Kuchen Mammuts vs. Pforzheim Wilddogs 2 – 12:13

Starke Leistung gegen den vermeintlichen Titelkandidat
Auch wenn das Wetter am Samstag am Espan keine rechte Freude aufkommen ließ, boten sowohl die Kuchen Mammuts als auch die zweite Mannschaft der Pforzheim Wilddogs eine solide Leistung bei der beide den Sieg verdient hätten, Pforzheim jedoch mit dem Quäntchen Glück die Partie mit 13:12 denkbar knapp für sich entscheiden konnte. Leichter Dauerregen über die gesamte Spielzeit sorgte für einige verlorene Bälle und mit in Summe unter zehn angekommenen Pässen bei beiden Mannschaften auch für ein sehr lauflastiges Spiel. Und trotz der hohen Anteile im Bodennahkampf, war es ein hartes, aber faires Spiel. Kuchen handelte sich über die gesamte Spielzeit nur 25 Strafyards ein, Pforzheim mit 70 Yards nur marginal mehr. Trotz des fairen Miteinanders ist Football ein Kontaktsport, bei dem es immer trotz vieler Regeln zum Schutz der Spieler zu Verletzungen kommen kann. Noch in der Phase des Abtastens im ersten Quarters, verletzte sich der Quarterback der Gäste schwer und musste aus dem Spiel genommen werden. Mit dem Ersatzquarterback ging es weiter, Zählbares gab es bis zur Mitte des zweiten Viertels jedoch nicht. Ein 50 Yard Lauf brachte den Wilddogs dann die ersten sieben Punkte. Kurz vor der Halbzeit hatte Kuchen die Chance mit einem Fieldgoal noch den Anschluss mit drei Punkten zu erzielen, der Ball segelte jedoch an den Stangen vorbei und markierte damit den 0:7 Halbzeitstand. In Summe stand die Verteidigung der Mammuts und die Pforzheimer konnten kontrolliert werden. Mit zwei Einzelaktionen des starken Running Backs, der seit dem ersten Quarter als Quarterback aushalf, entschied Pforzheim das Spiel. Mit zwei starken Läufen überwand er die Distanz zur Endzone, bewarb sich als Running Back für die erste Mannschaft und sorge für den Ausbau der Führung auf 13 Zähler nur Minuten nach der Halbzeit. Zermürbender Dauerregen und 13 Punkte im Rückstand nagen an den Nerven und führen oft zu Fehlern.

Doch wie im Vorbericht von den Headcoaches der Kuchener angekündigt, gab es in der Offseason eine weitere Steigerung, des schon sehr guten Teamspirits des letzten Jahres. Zu keinem Zeitpunkt sah man bei den Urzeitelefanten hängende Köpfe. Ein „Heavy Set“ bezeichnet beim Football eine Angriffsformation, die darauf ausgelegt ist, maximale physische Stärke und Masse an der Line of Scrimmage zu konzentrieren, um durch rohe Kraft Yards zu machen. Genau dieses Setting war die Antwort der Kuchener auf den Touchdown der Gäste und die Offense tankte sich damit bis 15 Yards vor die Pforzheimer Endzone, bevor Niklas Hofmann mit einem Pass in die Endzone Yannick Mayer bediente und damit, zum Ende des dritten Quarters, den 6:13 Anschluss markierte. Bis zum Ende der Spielzeit ließ die Kuchener Verteidigung nichts mehr zu und auch wenn die wetterbedingten Einschränkungen beim Passspiel sicher den Mammuts in die Hände spielten, konnte man von einer Leistungssteigerung der schon in der Vergangenheit sehr starken Verteidigung sprechen, die im Laufe der Saison noch viel wert sein kann. Noch etwas mehr als anderthalb Minuten waren zu spielen als Kuchen das Angriffsrecht bekam. Catches von Felix Bittermann und Jonas Weyer sorgten dafür, dass Kuchen mit 20 Sekunden Restspielzeit ein Yard vor der Endzone stand. Allem Anschein nach wollten die Gastgeber die Spannung noch etwas erhöhen und ließen deshalb erst weitere Sekunden und drei Versuche verstreichen, bevor Marcel Lang das Ei im vierten Versuch über die Linie drückte. Offenseheadcoach Mayer entschied sich für den Sieg mittels Two Point Conversion, der Pass in die Endzone fand jedoch leider kein Ziel. Mit 6 Sekunden auf der Uhr, blieb nur der Onside Kick und die Hale Mary in die Endzone, um die Partei doch noch nach Kuchen zu holen. Und obwohl der Onside Kick für die Pforzheimer zu erwarten war, schafften die Rüsseltiere das Angriffsrecht zu behalten, das Glück auch den langen Pass in die Endzone an den Mann zu bringen, war Kuchen dann aber doch nicht vergönnt. Beide Headcoaches schlugen nach dem Spiel in dieselbe Kerbe. Yannick Mayer sah sein Team nach dem Ausfall des QB´s der Gäste als das bessere Team, dass sich zurückgekämpft hat, einige Punkte nicht mitnehmen konnte und doch gezeigt hat, dass man mehr als nur mithalten konnte. Luke Held sah die Wilddogs 2 als den erwarteten harten Gegner, der bei Coaching und individueller Klasse der Spieler, gemessen an der Liga, auf sehr hohem Niveau agiert und zu Recht mit der ersten Mannschaft im Oberhaus vertreten ist. Und er findet noch weitere positive Worte für den Gegner. „Trotz der Professionalität merkt man auf und neben dem Platz, das in Pforzheim neben dem sportlichen Erfolg auch das Menschliche zählt“ so Held. Für die Zukunft hat er noch zwei Prognosen: „Dieses Spiel heute wird allen Beteiligten als Klassiker in Erinnerung bleiben und wir Mammuts werden diese Saison oben mitspielen!“ Jeder Mammut kann heute erhobenen Hauptes vom Feld gehen und die Leistung weckt Zuversicht für die Saison. Mit den Albstadt Alligators steht Kuchen der nächste gute Gegner bevor. In Albstadt möchten die Alligatoren sicher ebenfalls Ihren Hut um die Meisterschaft in den Ring werfen. Für Luke Held ist die Aufgabe dennoch lösbar. Mit einem Sieg möchte er allen zeigen, dass die Mamuts wieder im Football zurück sind!
Foto: Dean Siebert (Instagram)